Zukunft, geh hoam – Kurzfilm

Die Entstehung der Idee

Es war für mich schon immer befremdlich, die aufgesetzte Geilheit der Menschen auf Schritt und Tritt fühlen zu müssen. Assmann beschrieb schon den Körper als Gegenteil der Zeichen, da er nicht in ein Symbol zu konvertieren sei. Doch genau das will eine Ästhetikfixierte Gesellschaft: Eine reduzierung auf die signifikante Bedeutung einzelner Merkmale; ein lebendiges Piktogramm. Wer sind die Menschen, deren ästhetisches Verständnis auf das der Anderen Einfluss nimmt, und eigene Strömungen im Meer der Habiti bildet? Strömungen, die einen ungesunden Einfluss nehmen, und mit wachsender Dominanz auch als normal angenommen werden.

Soll der, bis zum mentalen Orgasmus auftrainierte und gebräunte Boy, das Leitbild derer sein die die Werte dieser Gesellschaft bestimmen? Und welche Rolle nimmt dabei die Frau ein? Wo doch kein vollständiges weibli ches Wesen, sondern nur mehr ein auf Wolllust und Lebensgeilheit reduzierter Prototyp einer Frau als lebenswertes Verhaltensbild propagiert wird. Es ist nicht falsch, sich selbst zu verbessern – es ist sogar notwendig! Jedoch ist der Fokus, der ausschließlich auf die Selbstverbesserung gerichtet ist, so unerträglich und grell, dass ein Mensch dabei leicht den Verstand verlieren kann. In „Zukunft, geh hoam“ verliert ein Mann den Verstand, und entzieht sich der Zukunft und dem Drang zur Selbstverbesserung für immer durch das Töten einer Frau, welche seine Zukunft mit sich nimmt. Die Einvernehmlichkeit, mit der er sie tötet, gleicht einem sexuellen Akt zwischen verheirateten Menschen.

Die Geschichte

Wir lernen einen Mann kennen, desses mentales Stadium ein sehr labiles geworden ist. Er hat soeben eine Frau ermordet. Fahrige Gedanken formulierend obgleich seines Schicksals, steigert er sich in einem Monolog, eine Hassbotschaft an die Übergeher und Generalisierer des Körperdiskurses. Gerade als er sich zu erschöpfen droht bemerkt er, dass die Frau noch lebt. Und er bringt zu Ende, was er angefangen hat.

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Credits

Produziert 2014

Mann – Florian Friedrich
Frau – Santana Flechtner

Idee, Skript, Regie, Post Production und Soundtrack – Fabian Schober
Regie-Assistenz – Amadeus Zajac
Kamera – Tina Waltner
Cinematographie und Licht – Martin Hormann
Set-Ton – Paolo Schmidt
Set-Fotograf und Runner – Darius Kromoser

Großer Dank an das MARK Salzburg.

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Thema von Anders Norén